Gemeinsame Erklärung von „Rebellisches Musikfestival e.V.“ und Jugendverband REBELL

Wir möchten uns hiermit kurz positionieren zu Gerüchten und Angriffen auf das „Rebellische
Musikfestival“, das an Pfingsten in Truckenthal/ Thüringen stattfinden wird. Das Rebellische Musikfestival sieht sich als „Festival im Zeichen der Rebellion gegen Ausbeutung und Unterdrückung“.
Anlass der hauptsächlich im Internet – von einigen auf provokative und unsachliche Weise – geführten Debatte ist der Auftritt der Band „Die Bandbreite“.
Zweierlei ist dazu zu sagen:

1) Wir distanzieren uns ausdrücklich von den sogenannten „Antideutschen“. Sie ziehen den Trennungsstrich nicht zwischen Ausgebeuteten/Unterdrückten und Herrschenden, sondern zwischen Nationen bzw. Völkern. So fordern die „Antideutschen“ die uneingeschränkte Solidarität mit den Staaten Israel und USA und unterstützen die Bombardierung der Zivilbevölkerung im II. Weltkrieg wie z.B. in Dresden.
Wir möchten darauf hinweisen, dass die „Bandbreite“ in der Vergangenheit vor allem aus dem antideutschen Spektrum als „antisemitisch“ angegriffen wurde, weil sie die zionistische Politik des Staats Israel kritisiert. Das ist wesentlicher Ausgangspunkt der Hetze gegen die Bandbreite. Dass der israelische Staat das palästinensische Volk brutal unterdrückt, dürfte jedoch allgemein bekannt sein. Deshalb möchten wir die Bandbreite gegen Angriffe aus dieser Motivation heraus verteidigen.

2) Davon unterschieden werden müssen Kritiken an der Bündnispolitik der Bandbreite mit der sogenannten „Wahrheitsbewegung“ und der sogenannten „Friedensbewegung 2014“. In der „Wahrheitsbewegung“ findet man rechte, antisemitische und faschistoide Positionen. Sie gibt sich oberflächlich einen kritischen Anspruch mit aus der linken Bewegung abgekupferten Kritiken an den USA u.ä., um in Wirklichkeit reaktionären und rechten Theorien Vorschub zu geben. Wir selbst geben rechten Kräften auf unserem Festival keinerlei Raum. Wir geben diese Kritik an die Bandbreite weiter, so dass sie selbst Stellung dazu nehmen kann. Die Bandbreite selbst als allgemein rechts zu bezeichnen, widerspricht all unserer Erfahrung, ihren zahlreichen Auftritten auf Antifa-Demos, anderen fortschrittlichen, antifaschistischen Aktivitäten und ihrer allgemein linken Einstellung.

Das Rebellische Musikfestival bekräftigt sein Anliegen: für die Rebellion gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für internationale Solidarität – auf antifaschistischer Grundlage, ohne Sexismus und ohne Drogen. Wir sehen das Festival als Teil des Klärungsprozesses innerhalb der linken Jugendbewegung. Wir werden nicht vorschnell Bands ausladen, sondern auf Grundlage unserer oben genannten Position die Diskussion weiter führen.

In dem Zusammenhang wurde auch dem Jugendverband REBELL auf facebook vorgeworfen, die oben genannten Richtungen zu unterstützen. Das ist eine ebenso absurde wie üble Diffamierung des REBELL, der das Festival initiiert hat und aktiv im Verein „Rebellisches Musikfestival e.V.“ mitarbeitet. Der REBELL ist antifaschistisch, radikal links und internationalistisch, was jeder an seiner Theorie und Praxis überprüfen kann.

Wir rufen alle Jugendlichen auf, selbst Teil des Festivals zu werden, solidarisch zu streiten, sich aktiv einzubringen im Sinne einer fortschrittlichen, rebellischen und antifaschistischen Kultur.

Rebellisches Musikfestival e.V. und Jugendverband REBELL

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