Absage „Die Bandbreite“

Die Band „Die Bandbreite“ wird nicht auf dem Rebellischen Musikfestival 2014 auftreten. In der seit einigen Wochen geführten Auseinandersetzung schrieben wir am 6. Mai 2014 an die Band:

„In der Vergangenheit gab es schon verschiedene Auseinandersetzungen über eure zumindest unklare Abgrenzung nach rechts. In den letzten Wochen ist diese Auseinandersetzung erneut entbrannt aufgrund eures Verhaltens/Auftretens auf Veranstaltungen der so genannten „neuen Friedensbewegung / Montagsmahnwache“. In einem persönlichen Gespräch am 27. April hattet Ihr eine unmissverständliche Abgrenzung und Stellungnahme gegenüber faschistischen und faschistoiden, aber auch dubiosen Rechten und ultrareaktionären Kräften bekundet und für die Öffentlichkeit zugesagt.

Eure jetzt veröffentlichte Stellungnahmen/Videostatements [vom 2. Mai 2014] zur Frage antifaschistische Grundlage und „Montagsmahnwache“ beziehen nicht klar Stellung.

Eine Abgrenzung von dem Faschisten Michael Brück wird darin nicht deutlich – wie du, Wojna, sie im Gespräch ausdrücklich zugesagt hast. Deine Erklärung kann man auch so verstehen, dass ihm nur unterstellt wird, ein Rechter zu sein. Diesbezügliche Artikel sind in deinem Blog, in einem youtube-Video und auf Twitter weiterhin online, obwohl du sie löschen wolltest.

Es gibt mittlerweile vermehrt handfeste und belegte Informationen, dass es eindeutig Verbindungen der Redner/ Organisatoren der sogenannten „Montagsmahnwachen“ zu rechten, faschistoiden und faschistischen Kräften gibt, verbunden mit gezielt organisierten Bemühungen, nach außen einen anderen Anschein zu erwecken. (…)

Ein Beteuern, dass diese Bewegung nicht rechts, sondern links sei, ist weder zutreffend noch reicht sie aus, wenn man nicht ausdrücklich gegen rechte/ faschistoide Sprecher und deren Inhalte Position bezieht. Eine Ablehnung der Ausgrenzung von Faschisten ist für uns nicht akzeptabel.

Wir haben auf dieser Grundlage wachsende Bedenken wegen eurem Auftritt an Pfingsten. Das Rebellische Musikfestival hat eine klare antifaschistische Grundlinie, die nicht verhandelbar ist.

Antifaschistische Grundlage bedeutet nicht nur, dass man kein Faschist ist. Sondern dass man eine Zusammenarbeit mit Faschisten und Ultrareaktionären grundsätzlich ablehnt, statt sie ausdrücklich einzuladen, wenn sie ihre Fahnen zu Hause lassen, wie Lars Mährholz es gemacht hat. Wir haben bereits im Gespräch darauf hingewiesen, dass alle offenen und subtilen Formen einer Querfront-Strategie nicht „mittig“ sind, sondern eine faschistische Strategie, um aus der gesellschaftlichen Isolierung heraus zu kommen und selbst in die Mitte der Gesellschaft zu kommen.

Ihr wisst, dass wir euch gegen ungerechtfertigte Angriffe aus dem antideutschen Spektrum verteidigt haben und das – bei allem Gegenwind – immer noch tun und auch weiter tun werden. Doch mit eurem liberalen und letztlich rechtfertigenden Verhalten gegenüber Rechten gebt ihr nicht nur jenen Leuten Munition. Ihr steht in diesen Fragen völlig berechtigt in der Kritik aus der linken, antifaschistischen Bewegung. Auch von uns werdet ihr keine Rückendeckung für eine solche Politik erhalten.

Wir möchten euch hiermit noch einmal eindringlich auffordern, euch die Sache objektiv zu durchdenken und euch umgehend klar, eindeutig und unmissverständlich zu positionieren. Wir erwarten eine Antwort und entsprechende Schlussfolgerungen (Statement im Internet) bis allerspätestens Freitag, den 9. Mai 2014.“

Die Bandbreite sagte daraufhin ihren Auftritt in einer im Internet veröffentlichten Stellungnahme ab. Diese Antwort entspricht auch nicht der von uns geforderten klaren, eindeutigen und unmissverständlichen Antwort.

Das Rebellische Musikfestival ist rebellisch und antifaschistisch. Es steht für eine solidarische Streitkultur. Es toleriert keinerlei ultrarechtes, faschistisches oder sexistisches Gedankengut.

Wir freuen uns nun auf den Endspurt in der Vorbereitung – in 4 Wochen geht’s los!

Tickets gibt es hier

Team des Rebellischen Musikfestival

Advertisements