Rebellisches Musikfestival: Gelebte Kultur der Solidarität!

Rebellisches Musikfestival 2014

Drei Tage, 36 Bands und Gäste aus sieben Ländern, über 1200 Besucher – das Rebellische Musikfestival prägte eine neue Festivalkultur. „Wir brauchen eine gelebte Kultur der Solidarität, nicht der Ellenbogen. Das Festival zeigt, dass es sie gibt,“ so fasste Niko von den Organisatoren das Festival zusammen.
Die klasse Bands strahlten die gerechtfertigte Rebellion der Jugend für ihre Zukunft aus. „Ich bin total stolz darauf, was wir auf die Beine gestellt haben“, freut sich eine Jugendliche. Die Bands spielten u.a. im Programm bei „Antifa on Stage“, „Internationale Solidarität on Stage“, „Umweltkampf on Stage“, „Revolution on Stage“.
Die Festivalteilnehmer protestierten gegen die deutsche und EU-Flüchtlingspolitik und solidarisierten sich mit anwesenden Flüchtlingen aus dem Sudan. Gleich zwei der Schirmherren des Musikfestivals stehen für bedeutende Flüchtlingsprojekte, Heinz Ratz von „Strom und Wasser“ und Mouctar Bah von der Oury-Jalloh-Initiative.
Musikalisch war für jeden was dabei – von Newcomern bis zu festivalerprobten Bands, die europaweit schon tausende bewegten, wie Irie Revolté, Grup Yorum, La Papa Verde und Roy de Roy. Grup Yorum spielte erst kürzlich vor hunderttausenden Zuschauern in Istanbul und bewegten gestern Truckenthal zu tiefst. Von 11 Uhr morgens bis tief in die Nacht bebte der Waldgrund.
Etwas besonderes waren auch die Info-Points zu verschiedenen Zukunftsthemen. „Denn wer rebellieren will braucht Klarheit und Organisation“, so Jan vom Festival-Team. Sie luden zum Austausch und Kennenlernen ein. Leckeres Essen, Sport- und Kinderbetreuung rundeten das ganze ab.
Lisa Gärtner betonte: „Das Festival hat unsere Erwartungen übertroffen – und das hat nur funktioniert, weil jeder hier einen Beitrag geleistet hat, sich an Diensten beteiligte usw. Die Solidarität prägte das Festival und zeigte, wie überlegen eine solidarische Lebensweise gegen über Egoismus und Konkurrenz ist.“ So war es kein Zufall, dass gerade festivalerfahrene Teilnehmer betonten, noch nie ein so sauberes, hygienisches und umweltgerechtes Festival erlebt zu haben.
Die Festivalleitung bedankte nicht nur bei den Bands und allen Teilnehmern, sondern bei der Technik, allen Unterstützerinnen und Unterstützern, bei fast 30 Festival-AGs des Jugendverband REBELL, „die ganz Deutschland zugeflyert haben“, so Lisa Gärtner. Schon im Vorfeld leisteten über 100 Helfer unentgeltlich 3000 Arbeitsstunden um das Gelände für das Festival vorzubereiten.
Alle sind sich einig, dass der Abschluss dieses Festivals der Beginn der Vorbereitung des nächsten ist. Es waren drei wundervolle heiße Tage und Nächte unterm Truckenthaler Sternenhimmel.

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