Verwaltungsgericht Meiningen genehmigt faschistisches Rechtsrock-Konzert

RMF2016_Logo_antifaDas Verwaltungsgericht Meiningen hat das berüchtigte Nazi-Konzert am 7. Mai genehmigt. Aus ganz Europa waren 2015 Faschisten nach Hildburghausen zum sogenannten „Rock für Identität“ gezogen. In einer Pressemitteilung vom Samstag nimmt der Verein „Rebellisches Musikfestival e.V.“ dazu Stellung:

Verwaltungsgericht Meiningen genehmigt faschistisches Rechtsrock-Konzert – kommt zum antifaschistischen „Rebellischen Musikfestival“ vom 13. bis 15. Mai!

‚Diese Genehmigung ist ein Skandal“, findet Niko Held vom Vorstand des Vereins Rebellisches Musikfestival e.V. ‚Wie wir der Presse und dem Verwaltungsgericht Meiningen gestern mitgeteilt haben, haben die Macher von FSN.tv und Unterstützer des Konzerts ‚Rock für Identität‘ erst diese Woche Drohungen gegen unser Musikfestival veröffentlicht. Wenn die Regierung faschistische Organisationen nicht verbietet und Gerichte ihre Veranstaltungen erlauben, kommt es umso mehr auf eine starke antifaschistische Bewegung an! Das ist eins der Ziele des ‚Rebellischen Musikfestivals‘ in Truckenthal/Thüringen, zu dem wir jetzt erst recht jeden Mitstreiter herzlich einladen‘, so Niko Held weiter.

Mittlerweile steht auch das komplette Lineup des Rebellischen Musikfestivals! Der Freitag steht unter dem Motto ‚Thüringen ist antifaschistisch!‘. Die Bands Gülleschiss, Noihaus, 3st ich Kite und Polkageist werden das Festival dieses Jahr eröffnen. Der Samstag Abend ist als Benefizabend der Unterstützung der Flüchtlingunterkunft ‚Haus der Solidarität‘ gewidmet. Am Sonntag wird die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf auf der Waldbühne lebendig. Bekannte Bands wie Talco, 44 Leningrad oder Koma Berxwedan werden neben 50 anderen Bands erwartet.

Schirmherren sind bisher Stefan Engel (MLPD), Konstantin Wecker (Künstler) und Annette Groth (MdB von ‚Die Linke‘).

‚Wir fordern das Verbot der FSN.tv-Website und ihres Konzerts sowie aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!‘ Das wird eins der Diskussionsthemen beim Infopoint ‚Antifaschismus und Antirassismus‘, der auf dem Rebellischen Musikfestival stattfinden wird. Alle antifaschistischen Initiativen sind eingeladen, ihre Arbeit hier vorzustellen.“

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