Faschistische Drohungen – jetzt erst recht zum Festival kommen

RMF2016_Logo_antifaErklärung des Rebellischen Musikfestival e.V.

Faschistische Drohungen – jetzt erst recht zum Rebellischen Musikfestival an Pfingsten

Liebe Antifaschisten, Demokraten, und Festivalfreunde, werte Presse,

im Internet hetzen die Organisatoren des faschistischen Konzerts „Rock für Identität“ auf übelste Weise gegen das Rebellische Musikfestival und dort auftretende Bands – bis hin zu Todesdrohungen. Wie vielleicht schon bekannt, wurde das Nazi-Konzert in Hildburghausen/Thüringen für den 7. Mai genehmigt – gerade mal 20 km von Truckenthal entfernt.

Wir rufen daher jetzt alle Menschen, die gegen Rassismus sind und alle Antifaschisten auf, den Protest dagegen zu unterstützen und an Pfingsten zum Rebellischen Musikfestival (13.-15. Mai) nach Truckenthal zu kommen! Jetzt erst recht! Das Nazi-Konzert muss verboten werden!

Wir haben dazu tolle bestärkende Rückmeldungen bekommen:

So schreibt Stefan Engel, einer der Schirmherren, in einem Grußwort: „Die Flüchtlingskrise und der Rechtsruck der Bundesregierung haben eine gesellschaftliche Polarisierung hervorgerufen. Auf der einen Seite hat sie ultrarechte und faschistische Kräfte mobilisiert, auf der anderen Seite hat die Aktivität der Linken zugenommen und eine beeindruckende antifaschistische Aktivität entwickelt. Diese allgemeine gesellschaftliche Tatsache findet nun aktuell in Südthüringen eine besondere Konzentration. An Pfingsten findet das 2. Rebellische Musikfestival statt mit seinem besonderen Charakter einer Benefizveranstaltung für das „Haus der Solidarität“, das für eine besondere Flüchtlingspolitik steht (…) In dieser Situation kann kein Antifaschist, kein Demokrat schweigen. Es ist richtig, gegen das geplante faschistische Rockkonzert in Hildburghausen auf die Straße zu gehen und eine besondere Mobilisierung für das 2. Rebellische Musikfestival durchzuführen – beides gehört eng zusammen. Viel Erfolg dabei!“

Die Band Narcolaptic schreibt: „Wir haben zu keiner Sekunde in Betracht gezogen nicht auf dem „Rebellischen Musikfestival“ zu spielen. Leute die versuchen mit Drohungen Menschen einzuschüchtern, sollten nicht die Genugtuung bekommen damit Erfolg zu haben. Es liegt nun an uns allen die Tage vom 13.05. – 15.05.16 zu nutzen, um mit der Teilnahme am „Rebellisches Musikfestival“ ein klares Signal gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzten.“

Die NümmesBänd schreibt: „Die NümmesBänd freut sich, ein Mitsingkonzert für die Kinder auf dem RMF zu machen. Wir rühren die Werbetrommel in Berlin für das Festival. Die Faschisten werden eine Niederlage erleben (…) herzliche Grüße“

Auch neue Unterstützer und Schirmherren haben sich bei uns gemeldet. Gina Pietsch, Schauspielerin und eine der wenigen noch lebenden Brecht-Interpretinnen schreibt uns: „Ich bin Mitglied der Berliner VVN-BdA und so natürlich zutiefst empört über die Genehmigung des Rechtsrock-Konzertes durch das Verwaltungsgericht Meiningen. „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, meinen wir. Umso mehr freuen mich die großartigen Aktivitäten zum Zustandekommen des „Rebellischen Musikfestivals“ in Truckenthal/Thüringen zu Pfingsten. Ich wünsche den vielen Machern Kraft und Mut bei der Vorbereitung und Durchführung dieses wichtigen Festivals (…)“

Die Band Gehörwäsche berichtet uns von einem begeisternden Solikonzert in Köln und dass sie ihre Werbung verstärken. Sie schreiben: „Liebe Festival-Freunde und Rebellen! Wir wollen hiermit unsere Solidarität und unser Engagement für das rebellische Musikfestival bekräftigen angesichts der üblen faschistischen Drohungen. Der Verfassungsschutz in Thüringen hat die Nazis hochgepäppelt! Das rebellische Musikfestival trifft genau ins Schwarze mit seinem antifaschistischen, selbstorganisierten Charakter. Jetzt erst recht: ein Signal setzen für ein „Haus der Solidarität“ unter dessen Dach internationale Solidarität mit Flüchtlingen gemeinsam aufgebaut und gelebt wird! Wir sehen uns an Pfingsten in Truckenthal/Thüringen! Solidarische Grüße“

Auch der Musiker Max Herre begrüßt den Gedanken unseres Festivals und schreibt an uns: Ich finde es eine sehr gute Sache so ein Musikfestival mit dem Gedanken der internationalen Solidarität zu verbinden und es zu einem Benefizfestival zu machen für das “Haus der Solidarität” für und mit syrisch-kurdischen Flüchtlingen. Beindruckend wieviel besondere Bands aus den verschiedensten Richtungen da zusammenkommen werden. Ich wünsche dem Festival einen ganz großen Erfolg! Euer Max Herre”

Andrew Schlüter, Landesvorsitzender der MLPD Ost schreibt uns: „Es ist ein himmelschreiender Skandal, dass das Faschistenkonzert „Rock für Identität“ am 7.Mai in Hilburghausen nicht verboten wird. Genau diejenigen die für Brandanschläge auf Flüchtlingsheime, Gewalttaten gegen fortschrittliche Menschen, Antifaschisten und Kommunisten verantwortlich sind, wird somit Raum gegeben.“

Weitere Solidaritätsgrüße kamen von der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ und der Reutlinger Montagsdemonstration.

Manch einer ist auch verunsichert wegen der offenen faschistischen Hetze. Von diesen Einschüchterungsversuchen werden wir uns nicht verrückt machen lassen. Mit dem Rebellischen Musikfestival liegen wir genau richtig und es hat viel Rückhalt in der Bevölkerung. Es ist aber auch wichtig, die rebellische, antifaschistische Kultur in Thüringen und überall weiter zu stärken. Wir haben natürlich wieder eine erfahrene, umsichtige und verstärkte Security und nutzen juristisch und politisch alle Möglichkeiten. Freitagabend stellen wir unter das Motto „Thüringen ist antifaschistisch!“

Vor allem aber kommt es auf euch und uns alle an! Jeder Demokrat und Antifaschist gehört auf das Rebellische Musikfestival! Unterstützt die antifaschistischen Proteste am 7. Mai in Hildburghausen (Auftakt: 11 Uhr am Parkplatz „Polizeidirektion“ Dr.Moritz-Mitzenheim-Str. an der B89), unterschreibt die Petition zum Verbot des Fascho-Konzerts  und macht beides bekannt! Macht Werbung unter euren Freunden und Fans – Im Internet, persönlich, auf euren Konzerten –  Jetzt erst Recht: Auf zum Rebellischen Musikfestival!

Bei Fragen, Hinweisen usw. könnt ihr uns anrufen unter 0176-29968293 oder schreibt an info@rebellischesfestival.de

Wir freuen uns schon riesig auf Pfingsten und sind uns sicher, dass es großartig wird!

Mit antifaschistischen Grüßen,

Wanja Lange

im Namen des Vorstands Rebellisches Musikfestival e.V.

Advertisements