Kein Fußbreit den Faschisten am 7. Mai 2016 in Hildburghausen

Keinen Fußbreit den Faschisten in Hildburghausen! Erfolgreiche Demonstration gegen Nazi-Konzert

Die großartige antifaschistische Demonstration gegen das Nazi-Konzert am 7.5. in Hildburghausen mit 300 Demonstranten, an der sich viele Jugendliche beteiligten, setzt ein Fanal weit über Thüringen hinaus. Gemeinsam zeigten hunderte Antifaschisten aus Hildburghausen, aus Thüringen und Delegationen aus ganz Deutschland entschieden Kante. Sie wollen und werden auch in Zukunft nicht zulassen, dass in Hildburghausen den Neofaschisten auch nur ein Fußbreit gehören soll. „Es ist Ehrensache für jeden Antifaschisten und jede Antifaschistin, heute in Hildburghausen zu demonstrieren.“ stellte Lisa Gärtner, Vorsitzende des Jugendverbands REBELL und Mitglied der Demonstrationsleitung klar. Fritz Hofmann, Stadtrat und Betriebsrat in Eisenach, begrüßte die Demonstranten und ging auf die Verstrickung des Thüringer Verfassungsschutzes mit dem NSU und den Faschisten des gestrigen Nazi-Konzerts ein.

Der von der Trommelgruppe aus Halle angefeuerte Demonstrationszug wurde in Wohngebieten, durch die er kam, von den Anwohnern winkend begrüßt, viele nahmen gerne die Flugblätter. Immer mehr schlossen sich an. Eine Frau aus Hildburghausen bedankte sich am offenen Mikrophon: „Ich bin schwer beeindruckt, dass so viele hier sind und mithelfen, zu verhindern, dass Hildburghausen ein Pilgerort für Nazis wird. Es ist toll, so viel Solidarität zu bekommen. Das macht Mut für die nächsten Jahre.“ Sie freute, dass sich die Zahl der Demonstranten gegenüber dem letzten Jahr verdoppelt hat. Auch Peter Nowak von der Stadtratsfraktion der LINKEN begrüßte die Demonstration als offenes Zeichen gegen die Nazis.

Lisa Gärtner zog auf der Abschlußkundgebung als Bilanz: „Diese Demo war ein Erfolg, weil wir uns nicht haben einschüchtern lassen – aber noch mehr, weil wir in die Offensive gegangen sind. Wir haben diese Demo angemeldet und wir haben Strafanzeige gegen die Morddrohungen in Zusammenhang mit dem Rebellischen Musikfestival an Pfingsten gestellt. Desweiteren haben wir eine Einheitsfront gebildet. Ich sehe hier Leute von MLPD, vom REBELL, Gewerkschafter von ver.di, IG Metall und dem DGB. Ich sehe Leute von Solibri, einen Stadtrat der Linkspartei, Frauen vom Courage, den Rollsportverein Eisfeld, von der Intitiative „Kein Bock auf Nazis“ und Solidarität International. Das ist der Schlüssel für eine starke Antifa-Bewegung.“ Und der kämpferische Geist und die Power für den Endspurt zum Rebellischen Musikfestival in Truckenthal mit fast 60 internationalen Bands.

Es ist dieses Jahr ein Benefizkonzert für das dortige „Haus der Solidarität“. Zu dessen Unterstützung lud Dagmar Kolkmann-Lutz alle ein – als positives Gegenprojekt gegen die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Jan Specht vom Verein Rebellisches Musikfestival e.V. erklärte unmißverständlich: „Was die Nazis als `Konzert‘ in Hildburghausen vorhaben, ist keine Kultur! Das ist Hetze, Spaltung und Rassismus. Unser Festival dagegen ist ein solidarisches und internationalistisches Festival!“ Mit den Worten des Dichters Heinrich Heine und beflügelt von der erfolgreichen Demonstration forderte er alle auf „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht! Auf zum Rebellischen Musikfestival!“

 

 

 

 

 

 

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