Solierklärungen an das Festival! Hier laufend veröffentlicht:

Hier werden weiter laufend neue Solierklärungen veröffentlicht, die uns angesicht der Drohungen der Polizei zugesendet wurden:

Aktualisiert 19.05.2018, 19:00 Uhr

Samstag, 19.05.2018

Teilnehmer des Evangelischen Weltjugendtags in Erfurt (von mehreren tausend gemeinsam aufgesetzt):
„Geschätzte Rebellen und Freiheitskämpfer aus der ganzen Welt! Leider kann ein Teil von uns aufgrund eines Seminares nicht am kämpferischen rebellischen Musikfestival teilnehmen. Wir wollen trotzdem nicht ruhen und unsere Solidarität mit der Band Grup Yorum euch hiermit übermitteln. Die Kriegsgefahr wächst, die Band spricht unter anderem diese Probleme an, ganz ohne Gewalt, jedoch verbietet Erdogan diese Musik und setzt ein Kopfgeld auf die Bandmitglieder aus! Wir leben nicht mehr in solchen Zeiten, in denen Kopfgelder ausgesetzt werden sollten, sondern Propleme bekämpft werden sollten. Grup Yorum gehört zu uns und das ist gut so! Weiter so!
Vom evangelischen Weltjugendtag
Unterzeichner: Lasha Khomeriki, Carina Keller, Fabio Scheer, Marvin Berger, Alisha Heinrichs, Jaqueline Biener, Sergej Scheck, Kseniya Shamrai, Lela Tskhovrebadze, Viktoria Kuchak“

DKP-Landesvorstand Thüringen in einer Protesterklärung:
„Pfingsten 2018 findet in Truckenthal das Rebellische Festival statt. Dort soll auch die Grup Yorum auftreten. Das Landratsamt Sonneberg hat gegen diese Gruppe jetzt ein Auftrittsverbot verhängt, nachdem die Landespolizeiinspektion Saalfeld schwerwiegende Konsequenzen gegen Mitglieder der Gruppe und die Veranstalter angekündigt hatte, falls es zu diesem Auftritt kommt. … Dieses Verbot wurde glücklicherweise durch das Meininger Amtsgericht gestoppt, wenn auch unter Auflagen. „Mit Verboten und Schikanen hat Grup Yorum seit ihrer Gründung zu kämpfen. Nicht erst unter der AKP-Regierung in der Türkei werden die Musiker immer wieder verhaftet und gefoltert. Erst kürzlich wurden in der Türkei wieder Bandmitglieder inhaftiert. Weil sie Nachwuchsmusiker vor allem in den Armenvierteln der großen türkischen Städte ausbildet, kann die Band überhaupt bis heute weiter bestehen. Im Grup-Yorum-Chor wird auf eine gute Stimme, aber auch auf politische Bildung Wert gelegt. …“ schreibt das Neue Deutschland am 16.6.2017. Nick Papak Amoozegar, ein Politiker der Linken, sagt bei einem ähnlichen Vorfall in Fulda: „Grup Yorum hat in der Türkei ein Millionenpublikum mit ihren Liedern, sie standen immer auf der Seite der Benachteiligten und Unterdrückten. Dadurch sind sie in der Türkei und in Deutschland Repressionen ausgesetzt, erhalten Auftrittsverbote, Einreiseverbote, bis hin zu Haftstrafen. …“
Die Deutsche Kommunistische Partei in Thüringen protestiert auf das schärfste gegen diese Repressionen und Verbotsversuche, gegen die Zensur linker Kultur. Es ist inakzeptabel, dass sich die Thüringer Polizei und das Landratsamt Sonneberg zu einem Erfüllungsgehilfen des extrem autoritären Regimes in der Türkei machen lassen!
Wir fordern die sofortige Rücknahme des Auftrittsverbotes und der Drohungen der Polizei gegen die Gruppe und die Veranstalter des Rebellischen Festivals! Wir fordern das besonders angesichts der unsäglichen Rechtsrockkonzerte der letzten Jahre in Thüringen. Diese werden trotz offensichtlicher Verfassungsferne geschützt, währenddessen antikapitalistische, antirassistische Musik wie in diesem Fall verboten, verfolgt und unterdrückt werden soll. Die DKP Thüringen wendet sich entschieden gegen die politische Unterdrückung und Kriminalisierung der Grup Yorum. Hoch die Internationale Solidarität!“

Dietz Kippschull:
„Super, dass Ihr das Festival wie geplant durchführen könnt. Sicherlich ist das Gerichtsurteil eine kräftige Ohrfeige für gewisse Kreise und Personen, welche wohl glauben, sich ihr eigenes Recht zusammenschnitzen zu können. Bei aller Freude sollte man aber nicht vergessen, dass der Versuch, durch massive Einschüchterung im Vorfeld den Auftritt von Group Yorum zu verhindern, ein weiterer Schritt zur Einschränkung der revolutionären Bewegung bedeutet. Noch haben wir keine faschistischen Verhältnisse, noch gibt es Richter, welche nach geltendem Recht urteilen. Jedoch ist der Schritt zu einem „4. Reich“ kleiner, als viele denken. Wachsamkeit ist daher angesagt, Solidarität untereinander, auch über ideologischen Grenzen hinweg, erstes Gebot! Ich wünsche Euch viel Spaß beim RMF und das der Wettergott Euch gnädig ist! Solidarische Grüße!“

Franziska Baldes:
„Die Antwort des Rebellischen Musikfestivals auf die Angriffe des Staatsapparts „Jetzt erst recht“ ist genau richtig – und wie sich zeigt – bisher auch schon teilweise erfolgreich! Die Situation fordert erst recht heraus, teilzunehmen. Dazu stehe ich mit meiner Musik. Insofern möchte ich dem Festival meine innigsten und herzlichsten solidarischen Grüße übersenden und sagen, ich balle die Faust – in Zuversicht, dass Solidarität stärker ist als die faschistoiden Angriffe einer rechtsgerückten Regierung. Rebellion ist gerechtfertigt!“

Freitag, 18.05.2018

Pressemitteilung des Verwaltungsgericht Meiningen „Grup Yorum darf auftreten“: https://www.rf-news.de/2018/kw20/verwaltungsgericht-grup-yorum-darf-auftreten

R. Adam, Betriebsratsvorsitzender GLOBALFOUNDRIES: Meine solidarischen Grüße an das rebellische Musikfestival und an Grup Yorum. Auf dem rechten Auge mit Blindheit geschlagen und gegen ein friedliches, antifaschistisches Festival vorgehen, welches sich für eine gerechtere, bessere Welt einsetzt – unglaublich das man gerade auch in Thüringen nach den Verquickungen von Verfassungsschutz und NSU nun solche Drohungen gegen dieses Festival von einer staatlichen Behörde ausspricht und versucht dieses Festival und Grup Yorum zu kriminalisieren. Auch wenn ich nicht beim Festival dabei sein kann, bin ich im Geiste bei Euch. Viel Erfolg. Wehret den Anfängen. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Linkes Forum: „wir erklären uns solidarisch mit dem Auftritt von Grup Yorum und dem
rebellischem Musikfestival. Die Drohungen der Polizei sind abscheulich und nicht zu tolerieren. Sie sind inhaltlich unbegründet und faschistisch geprägt. Die drastischen
Maßnahmen, die angedroht werden, um den Auftritt einer fortschrittlichen
türkischen Band wie Grup Yorum zu verhindern, strafen die angebliche
Neutralität der Polizei und des bürgerlichen Staates Lügen. Es ist
absolut inkonsequent: Menschenfeindliche, faschistische Veranstaltungen
werden von derselben Polizei als notwendiges Übel der Meinungsfreiheit
mit dem Einsatz von Knüppeln und Pfefferspray verteidigt Solches Gebahren der Polizei zeigt uns auf das Deutlichste, wie ernst wir die in verschiedenen Bundesländern diskutierten neuen Polizei-Gesetze zu nehmen haben, die der Polizei umfangreiche Freiheiten bei der Einschränkung der Freiheiten der Massen einräumen: Wer solche
Gesetze macht, der will sie auch benutzen! Deswegen: Kommt trotzdem! Habt Spaß, seid im Ernstfall aufmerksam und hilfsbereit. Unsere Delegation lässt sich ebenfalls nicht abschrecken – Wir werden da sein!  Wir freuen uns in jedem Fall Euch auf dem Festival zu sehen und hoffen, trotz möglicher Zwischenfälle, auf ein angenehmes Wochenende mit guter, revolutionärer Musik.“

Solidaritätserklärung des Frauenverbands Courage Düsseldorf

Solidaritätserklärung des Personenwahlbündnis Essen steht auf

Solidaritäterklärung des Personenwahlbündnis SOLINGEN AKTIV

Freunde der philippinischen Gefangenen: „Wir stehen mit den Organisatoren und Teilnehmern des Rebellischen Musikfestivals solidarisch und protestieren gegen die Belästigung und die Androhung von Verboten der Landespolizei in Saalfeld gegen das Festival. Es lebe die internationale Solidarität!“

Umweltgewerkschaft: „Die Umweltgewerkschaft ist empört über den Versuch das antifaschistische rebellische Musikfestival zu verleumden.
Wir sind dabei und leisten ganz praktisch einen Beitrag zu gesunder Ernährung für alle, auch für Grup Yorum. Wir sind dabei und gewinnen viele junge Mitstreiter für eine freie Gesellschaft, in der weder Mensch noch Natur ausgebeutet werden.“

Perspektive Online, Zeitung für Solidarität und Widerstand veröffentlichte folgenden Artikel: https://perspektive-online.net/2018/05/polizei-droht-linkem-musikfestival-in-thueringen/

LabourNet Germany, Homepage der gewerkschaftlichen Linken veröffentlichte folgenden Artikel: Die Pfingsterweckung durch Polizeistaats-Maßnahmen: Wer Gage an Grup Yorum bezahlt, finanziert Terrorismus

Evelyn Hecht-Galinski, deutsch-jüdische Publizistin und Schirmfrau des Rebellischen Musikfestivals: „Ich solidarisiere mich mit dem Rebellischen Musikfestival und protestiere gegen Drohungen aller Art. Das ist eine unglaubliche Repression gegen das Festival . Diese Drohungen reihen sich ein, in die Antisemitismus-, Anti-Erdogan- und Anti-Putin-Kampagnen. Wo sind wir inzwischen hingekommen, wenn künftig wie im künftigen bayerischen Polizeigesetz gestern beschlossen, demnächst alle noch vorhandenen Grundwerte unseres Rechtsstaats im neuen Rechtsruck ausgehöhlt werden. Wenn die Polizei demnächst schon bei einer „drohenden“ Gefahr tätig werden kann oder die Verlängerung des „Polizeigewahrsams“ gegen „Gefährder“demnächst auf unbegrenzte Zeit verlängert werden soll, dann sind wir schon mitten drin im Orwell’schen Überwachungsstaat, der sich immer mehr zu einem „Polizeistaat“ entwickelt, obwohl gerade die Polizei sich gegen dieses Gesetz wendet, da sie dringend auf das Vertrauen der Bürger angewiesen ist . Weder die Polizei, noch die Bürger brauchen dieses Gesetz, wie es schon mehr als 30.000 protestierende Bürger allein in Bayern bewiesen. Wenn auch noch andere Bundesländer nachziehen wollen, dann wird sich eine Protestwelle durch Deutschland ziehen, wie sie noch nie zuvor dagewesen ist. Dieses menschenverachtende Gesetz gehört in die Tonne, es macht Deutschland nicht sicherer, sondern unsicher. Wir hatten schon einmal „Schutzhaft“ in Deutschland und haben gesehen wohin das führte. Widerstand ist legitim und wirkt. Keine Zensur für Texte, gegen Musiker oder Teilnehmer von Festivals. Wehret den Anfängen. Keine „Israelisierung Deutschlands“. Gerade im Moment, wo in Gaza ein Massaker verübt wird, wäre es wichtig, dass sich auch das Rebellische Musikfestival mit den eingeschlossenen und um ihre Freiheit kämpfenden Palästinenser solidarisiert. Das vermisse ich leider bei deutschen Künstlern und das muss sich ändern. Für die Freiheit in Palästina muss auch in Deutschland gekämpft werden, wie es die MLPD schon vorbildlich tat.“

Lutz van Dijk, Autor und Schirmherr des Rebellischen Musikfestivals, schrieb an das Festival-Team: „Als Schirmherr des Rebellischen Musikfestivals habe ich davon gehört, dass das fortschrittliche, antifaschistische und antirassistische Rebellische Musikfestival unter dem Vorwand des Auftretens der türkisch-kurdischen Musikgruppe Grup Yorum mit Verbot bedroht ist.
Dies darf nicht sein ! Kultur und Musik sind stärker als Bomben und Krieg – und dies muß immer wieder gezeigt werden !
Auch in (meiner seit 20 Jahren Wahlheimat) Südafrika wurde einst fortschrittliche und antirassistische Musik, so von „Mama Afrika“ Miriam Makeba verboten. Tausende für Frieden und Menschlichkeit engagierte Menschen wurden eingesperrt, verfolgt und auch gefoltert und ermordet oder mussten Südafrika verlassen, weil ihnen „Terrorismus“ und „Kommunismus“ vorgeworfen wurde. Dagegen hatten sich Menschen in Südafrika erfolgreich gewehrt, der Apartheidstaat wurde beseitigt und die Lehre gezogen, dass die demokratischen Rechte unbedingt verteidigt werden müssen.
Ich wünsche dem Festival viele BesucherInnen und Erfolg.“

Die Chemnitzer Friedensgruppen schrieben aus Protest einen Brief an den thüringischen Ministerpräsidenten Bode Ramelow (Linkspartei):
„Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
die Polizeidirektion Saalfeld hat angekündigt, den Auftritt der türkischen Gruppe „Grup Yorum“ auf dem Musikfestival in Truckenthal, Thüringen vom 18.5. bis 20.5. 2018 zu verhindern. Wir bitten Sie, diesen Polizeieinsatz abzusetzen.
Grup Yorum ist eine Musikgruppe, die in der Türkei schon bei regierungskritischen Demonstrationen mit einer Million Teilnehmern gespielt hat. Sie wird in der Türkei verfolgt, ist aber in Deutschland nicht verboten. Die Verhinderung eines Auftritts auf einem Festival in Thüringen wird als Unterstützung des despotischen türkischen Präsidenten Erdogan aufgefasst werden. Ein solches politisches Signal wäre ein Affront für alle die sich für Frieden und demokratischen Umgang einsetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Chemnitzer Friedensgruppen“

Resistance, eine revolutionäre News Seite auf Facebook veröffentlichte einen Artikel unter der Überschrift: POLIZEI DROHT GEGEN FORTSCHRITTLICHES FESTIVAL IN THÜRINGEN – NIEDER MIT DER REPRESSION DES POLIZEISTAATES!

UMUDA HAYKIRIŞ, revolutionäre Band auf dem Rebellischen Musikfestival:
„Liebe Genossen/-innen, Liebe Freunde/ -innen,
es ist erschreckend zu erleben, wie die Bundesregierung die interessen des faschistischen Staates Türkei vertritt. Wegen Profitgier und wirtschaftlichen Interessen mit der Türkei, werden, auf Wunsch von Erdoğan, in Deutschland revolutionäre festgenommen, Organisationen und Vereine geschlossen und Symbole verboten. Jetzt werden in Deutschland auch Künstler verboten und verfolgt, genauso wie in der Türkei. Grup Yorum ist eine revolutionäre Musikgruppe, die über 30 Jahre nur ihre Musik macht. Revolutionäre Künstler sind unsere Ehre. Revolutioniere Kunst kann nicht verboten werden. Das rebellische Musikfestival ist ein wichtiges Zeichen für die internationale Solidarität. Es ist eine Ehre für uns erneut auf dem Festival spielen zu dürfen. Wir protestieren entschlossen gegen die willkürliche und anti-demokratische Haltung der Polizei gegen das rebellisches Musikfestival und Grup Yorum.“

Revolutionäre Kommunistische Partei Uruguay (PCR Uruguay): „Nuestra mayor solidaridad con la organización juvenil REBELL, y la realización del Festival de Música Rebelde en Turingia , no a la represión de la juventud antifascista y antiimperialista, arriba el internacionalismo proletario, PCR de Uruguay. Ricardo Cohen, Secretario General.“

Solidaritätsbündnis Magdeburg-Kurdistan:
„Die Teilnehmer des Treffens des Solidaritätsbündnis Magdeburg-Kurdistan protestieren entschieden gegen das Vorgehen der Landespolizeiinspektion Saalfeld gegen Grup Yorum und das rebellische Musikfestival.
Mit repressivem Vorgehen der deutschen Polizei haben wir auch am 01.09.2018 in Magdeburg Bekanntschaft gemacht, als die Einsatzkräfte gegen Demonstranten wegen Fahnen von YPG und YPJ vorgingen.
Wir sind dagegen, daß die Behörden in Deutschland Erdogans faschistisches Regime unterstützen und für ihn die Drecksarbeit machen.
Revolution ist kein Verbrechen!“

Donnerstag, 17.05.2018

ATIF (Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland) solidarisch mit Grup Yorum und Rebellischem Musikfestival in Truckenthal!
Wir protestieren entschlossen gegen die polizeiliche Kriminalisierung des Rebellischen Musikfestival in Truckenthal-Thüringen und sind solidarisch mit Grup Yorum und mit allen Organisatoren und Teilnehmern des revolutionären rebellischen Musikfestivals. Auch wir sind Freunde und Fans von Grup Yorum. Ihre Musik und ihre Texte wecken Hoffnung und Optimismus in der dunklen Zeit des Erdogan-Faschismus in der Türkei.
So wirken die Drohungen der Landespolizeiinspektion Saalfeld gegen das Festival, die Festivalbesucher und gegen Grup Yorum wie eine Auftragsarbeit für Erdogan.
Unsere Solidarität gilt dem Festival, seinen Besuchern und Besucherinnen und allen Bands und Künstlern.“

Kommunistische Partei Australien (Marxisten-Leninisten): „The Communist Party of Australia (Marxist-Leninist) condemns the threat to close this year’s Rebellious Music Festival in Thuringia.
There is a dangerous trend towards fascism sweeping Europe and the festival is a significant contribution to the anti-fascist, democratic and revolutionary mobilisation of the youth.
Provocations by the reactionary authorities, using the presence of progressive Turkish band Grup Yorum, must be resisted. Defiance of reactionary authority is a good thing, and we wish our German comrades and friends success. The time is right for such defiance.
Defend the Rebellious Youth Festival!
No criminalisation of progressive culture!“

Revolving Door, Band auf dem Rebellischen Musikfestival: „Als regionale Band aus Südthüringen ist es uns ein Anliegen Gesicht zu zeigen gegen Nazi-Konzerte in unserer Region! Mit unserem Konzert auf dem Rebellischen Musikfestival möchten wir ein Zeichen für Solidarität und gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.
Daher ist es wichtig, dass das Festival stattfindet und nicht kriminalisiert wird!“

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland (MLPD) veröffentlichte gestern folgende Pressemitteilung: „Martialische Polizeidrohungen gegen Rebellisches Musikfestival“

Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemobewegung:  „Der Unterzeichner der Drohungen gegen das Rebellische Musikfestival – Dirk Löther – ist kein unbeschriebenes Blatt. Er war Einsatzleiter, als am 1. Mai 2015 in Saalfeld eine Horde Faschisten unter den Augen der passiv bleibenden Polizei antifaschistische Jugendliche brutal verprügelte und dann ohne Feststellung der Personalien von der Polizei sicher geleitet wurde. Er war auch schon vor den NSU-Untersuchungsausschuss geladen, wo er sich an die Vorgänge nicht mehr erinnern konnte. Und solche Leute maßen sich an und sind in der Position, fortschrittliche demokratisch organisierte, antifaschistische und internationalistische Veranstaltungen zu unterdrücken.
Im Sinne des türkischen Präsidenten Erdogans kriminalisiert Dirk Löther die weltbekannte türkische Band Grup Yorum, die schon vor einer Million Menschen in Istanbul aufgetreten ist, als angebliche Unterstützer von Terroristen. Diese Band ist in die Deutschland nicht verboten, ihre Konzerte werden von Tausenden besucht!
Die Haltung der Polizeidirektion Saalfeld bestätigt den Rechtsruck der neuen Bundesregierung.
Die Polizei droht den Veranstaltern des Rebellischen Musikfestivals mit polizeistaatlichen Maßnahmen wie Beschlagnahme von Musikgeräten, Computer, Handys usw. und freiheitsentziehende Maßnahmen wie Inhaftierung! Wir sehen diese Drohung nicht nur als rechtswidrig an. Es ist ein Angriff nicht nur auf die freie Kunst sondern insgesamt auf die elementare Meinungsfreiheit. Hier soll internationale Solidarität, Völkerfreundschaft und gemeinsames Feiern ohne Drogen und Sexismus gewaltsam unterbunden werden.
Wir werden uns als Mitveranstalter dieses Musikfestivals der Polizeiwillkür nicht beugen und rufen alle auf, jetzt erst recht zum 3. Rebellischen Musikfestival nach Truckenthal zu kommen!“

Rode Morgen, marxistisch-leninistische Organisation in den Niederlanden schreibt:
Gegen Verbotsdrohungen! Für Musik mit Perspektive!
Rode Morgen (Niederlande) protestiert entschieden gegen die Verbotsdrohungen vom Seite der Landespolizei Saalfeld.
Unsere Genossen nehmen sehr gern an das Rebellische Musikfestival teil. Das Festival steht für Internationalismus, Solidarität und eine gesellschaftliche Perspektive: Freiheit von Ausbeutung und Unterdrückung. Jeder fortschrittliche Band oder Musiker ist zu Hause beim diesen Festival.
Wir können nicht zulassen das die Polizei über unsere Rebellische Jugendkultur ein Zensur ausübt. Das Festival und der Auftritt von Grup Yorum sollen ohne staatliche Drohung oder Behinderung stattfinden können.
Hoch die internationale Solidarität!“

Die Konföderation der Arbeiter aus der Türkei (ATIK) erklärt „wir als ATIF und ATIK sind sehr solidarisch mit dem Rebellischen Musikfestival und protestieren entschlossen gleichzeitig gegen diese anti-demokratische und faschistoideVorgehensweise der Polizei gegen das Rebellische Musikfestival und Grup Yorum.
Ich könnt auf jeden fall die Namen unserer beiden Organisationen ohne Einschränkung verwenden bei allen protestierenden und solidarischen Erklärungen im Namen des Musikfestivals oder Internationalistischen Bündnisses.
Libertäre, solidarische, kämpferische Grüsse an alle Genoss*innen, Organisatoren und Helfer dort.“

Gehörwäsche, Kölner Band, die am Samstag auf dem Festival auftreten wenden sich klar gegen die Angriff und sagen: „Da steht nicht nur rebellisch drauf, da steckt auch Rebellion drin! Gehörwäsche sagt auch: Jetzt erst Recht!
Wir haben den üblen Brief des Leiters der Landespolizeiinspektion Saalfeld, Dirk Löther, gelesen und sind empört über seine Drohunge!
Die Logik von Erdogan, politische Gegner allesamt als Terroristen abzustempeln und zu bekämpfen, wird breit kritisiert. Herr Löther wendet die gleiche Argumentation an, und diffamiert Musiker, Organisatoren und Festivalteilnehmer als potentielle Straftäter. Brief im original lesen.
Wir sind stolz, schon zum dritten Mal als Band und aktive Unterstützer dabei zu sein – und auch schon mit der Band „Grup Yorum“ auf einer Bühne gestanden zu haben! Wir lassen uns nicht einschüchtern. In unserem neuesten Lied heißt es passend: „Wo Unterdrückung ist, wächst Widerstand!“ Thüringen kann stolz sein, Austragungsort zu sein für ein solches selbstorganisiertes Ereignis von Jung und Alt und damit zu zeigen: Thüringen ist nicht rechts, sondern links und rebellisch!
Was für Dirk Löther ein Verbrechen ist, halten wir für unerlässlich: Von einer Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung zu träumen, dafür einzustehen und dafür und davon zu singen!
Herr Löther, ihr Brief ist wirklich eine Unverschämtheit und ein Skandal – wir fordern Rücknahme der Drohungen und eine Entschuldigung!
Wir freuen uns auf das Wochenende!“

Kommando: Umsturz! spielen ebenfalls auf dem Rebellischen Musikfestival und erklären sich solidarisch:
Wir lassen uns von der Androhung des rechten Landespolizeidirektors Dirk Löther, gegen das Rebellische Musikfestival, die Musiker und Teilnehmer vorzugehen, nicht einschüchtern – im Gegenteil. Wir werden natürlich auf dem Festival spielen und das Festival, Künstler und Teilnehmer gegen jegliche Übergriffe verteidigen. Wir werden uns von einem Polizeidirektor, der Faschisten schützt und deckt, nicht den Takt vorgeben lassen und schon gar nicht unser Festival vermiesen! Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den Mitgliedern der Gruppe „Grup Yorum“ gegen die staatlichen Verfolgungsmaßnahmen und protestieren gegen die Kumpanei der Bundesregierung mit dem faschistischen Regime in der Türkei.
Einen herzlichen Gruß an alle, die heute zur Protestaktion nach Saalfeld kommen! Leider ist das für uns nicht möglich.“

MLPD Wohngebietsgruppe Horst Süd erklärt:
„wir haben heute von den unverschämten Angriffen der Landespolizeidirektion in Saalfeld – verantwortet von Dirk Löther – auf das 3. Rebellische Musikfestival erfahren.
Es ist empörend, wie hier gegen eine internationalistische, antifaschistische und selbstorganisierte Jugendveranstaltung vorgegangen wird. Dieses Festival ist bereits zweimal erfolgreich, mit breiter Beteiligung und friedlich durchgeführt worden. Deshalb spricht viel dafür, dass mit dem Versuch, den Antriff von Grup Yorum zu verhindern, offensichtlich ein Vorwand an den Haaren herbeigezogen wird, um dieses Festival politisch zu bevormunden.
Diesen antidemokratischen Angriff weisen wir das das Schärfste zurück und erklären uns solidarisch mit dem Kampf dagegen. Wir werden das breit bekannt machen und in unserem Stadtteil um Unterstützung werben. Jetzt erst recht!!
Bis bald in Thüringen!“

Ruth: „ich bin ruth,mitglied in der dkp kreisgruppe oldenburg , in der VVN/BdA kreisvereinigung oldenburg/friesland und mitglied im verein „städtefreundschaft oldenburg- afrin“,trotzdem spreche ich jetzt erstmal für mich alleine!
mir bleibt ja fast die spucke weg vor solcher dreistigkeit!!
aber die kriminalisierung von „group yorum“ läuft ja leider schon eine ganze weile – so erinnere ich mich noch gut daran,daß ein konzert in nordrhein-westfalen vor 2 jahren verboten wurde und es durch proteste und widerstand dagegen doch stattfinden konnte!
zwei tage später haben sie dann auf dem uz-pressefest gespielt und es war wie immer ein genuß! aber darum geht es jetzt nicht!
die H E R R schenden wollen alle mundtot machen,die nicht so denken und handeln wie sie und sich widerständig gegen kapitalismus,faschismus,sexismus, rassismus verhalten!!
dem können wir unser geballte solidarität entgegensetzen und das tue ich hiermit!!
sie werden nicht damit durchkommen – wenn wir sie nicht lassen!!
solidarische grüße und ein prima rebellisches pfingtstcamp bei gutem wetter,guter laune und vielen klasse politischen und kulturellen veranstaltungen wünscht Euch ruth aus dem kalten niedersachsen.“

Compania Bataclan, Band aus NRW, zeigt sich ebenfalls solidarisch: „uneingeschränkte solidarität mit grup yorum. ein neuerlicher versuch wie vor 2 jahren als es in dortmund/uz-pressefestzu gleichen pseudo-inhaltlichen auseinandersetzungen kam. das konzert wie ebenso in gladbeck wurde durchgesetzt. hooray.“

Auch das Team der Bettenbörse auf dem Rebellischen Musikfestival aus Dresden sagt Jetzt erst recht auf das Rebellische Musikfestival: „In Dresden haben wir mit Dresden nazifrei lautstark geübt: No pasaran – sie kommen nicht durch! Bis gleich in Truckenthal!“

Olaf Swillus: „Ich komme aus der Empörung nicht mehr heraus, und sage: Bange machen gilt nicht. Nach Pfingsten werde ich als Augenzeuge berichten können was war.“

Mittwoch, 16.5.

Café Nordlicht: Angesichts der frechen und dreisten Provokationen von Verfassungsschutz und der Landespolizeiinspektion Saalfeld gegen das Rebellische
Musikfestival erklärt Café Nordlicht:
„Es bleibt dabei! Ab Samstag, 8 Uhr gibt es leckeres und gesundes
Frühstück zu günstigen Preisen. Fest zubeißen heißt die Parole! Mitglieder
von Grup Yorum bekommen eine Extraration. Das wird ihm nicht gelingen:
wegen Kriminaldirektor Dirk Löther bleibt keiner hungrig. Zum gesunden
Frühstück gehört auch Obst und Gemüse. Die roten Paprika sind uns die
liebsten! Jetzt erst recht: kommt zum Rebellischen Musikfestival!“

Aktionseinheit 1. Mai Duisburg: beim heutigen Auswertungstreffen der Aktionseinheit zum 1.Mai in Duisburg wurde gemeinsam folgende Erklärung verabschiedet: „Wir, die Teilnehmer des heutigen Auswertungstreffens der Aktionseinheit zum 1.Mai in Duisburg, Niederrhein, Oberhausen protestieren gegen die unverschämte Kriminalisierung des rebellischen Musikfestivals und der Musikband „Grup Yorum“ durch die Polizeiführung Saalfeld sowie gegen die Drohung das Festival abzubrechen falls Grup Yorum dort am Sonntag auftritt. Das steht auf einer Linie mit den repressalien gegen zwei Migrantenorganisationen am 1.Mai in Duisburg: deren Materialien wurden widerrechtlich von der Polizei beschlagnahmt und die Polizei versichte gewaltsam sie an der Kundgebungsteilnahme zu hindern. Gegen diese Angriffe gehen wir in die Offensive! Damit dürfen sie nicht durchkommen!“

Karl Nümmes, Liedermacher: „Hallo. Nachdem ich von diesem skandalösen Versuch erfahren habe, Grup Yorum und das Rebellische Musikfestival zu kriminalisieren, haben meine Klampfe und ich beschlossen, morgen in Saalfeld laut dagegen zu protestieren.
Solidarische Grüße Karl Nümmes, Liedermacher“